Die tatsächliche Genauigkeit eines Messgerätes unter Betriebsbedingungen kann schwierig zu bestimmen sein, auch weil die Angaben der Hersteller oft sehr verwirrend sind. Einer der Hauptunterschiede zwischen den Herstellern besteht darin, ob sie eine Genauigkeit von „% des Messwertes“ oder „% vom gesamten Messbereich (FS)“ bieten.
Beispielsweise wäre ein 100-bar-Messgerät mit 0,1% FS-Genauigkeit über seinen gesamten Bereich auf ± 0,1 bar genau. Konventionell wird ein mit einer Genauigkeit von 0,1% spezifiziertes Messgerät mit 0,1% FS angegeben.
Wenn Hersteller ihre Genauigkeit als „% des Messwerts“ definieren, beschreiben sie die Genauigkeit als Prozentsatz des aktuell angezeigten Messwerts. Beispielsweise wäre ein Messgerät mit einer Genauigkeit von 0,1% des Messwertes, dass einen Messwert von 100 bar anzeigt, bei diesem Druck auf ± 0,1 bar genau. Bei 50 bar hätte dasselbe Messgerät eine Genauigkeit von ± 0,05 bar, also doppelt so genau.
Dieses letzte Beispiel zeigt, warum nur hochwertige digitale Messgeräte eine prozentuale Genauigkeit des Messwertes bieten können. Spezifikationen mit % FS sind tatsächlich ein Erbe mechanischer Messgeräte, deren Auflösung dadurch begrenzt war, wie genau die Hersteller die Teilungen auf ihre Zifferblätter drucken konnten. Heutzutage verwenden digitale Messgeräte, die Messwerte mit ausreichender Auflösung über ihren gesamten Bereich anzeigen können, % der Messspezifikationen.